Vorsätze finden- oder: einfach mal Ehrlich zu sich selber sein.

Jedes Jahr das gleiche dämliche Ritual- sehen was andere haben und es dann auch wollen, nächstes Jahr will ich genauso durchtrainiert sein wie der und der, oder genauso gesund leben wie die und die, oder genauso erfolgreich sein wie die anderen.

Schluss damit! Finde endlich ganz realistisch zu deinem eigenen ICH, deine eigenen Wünsche und Ziele für dich und dein Leben!

Ich habe für mich entschieden mir nur noch realistische Ziele zu setzen die tatsächlich auch nur meinen Interessen entsprechen, es ist mir dabei völlig egal was der Meanstream (Gruppenzwang) oder meine Freunde, sich zum erklärten Ziel für das neue Jahr auf die Fahne schreiben.

Ich habe mir auch ein neues Mindset kreiert und Sätze aus meinem Leben gestrichen. Einer davon ist:“Ich wäre gern so … wie der!“ oder „Ich werde nie … wie die!“

Das werde ich sowieso nicht, ich kann einfach nur ich selber sein, mit alle meinen Talenten, Gaben und Fähigkeiten. ABER ich kann natürlich auch ich sein mit all meinen Schwächen, Fehlern und Defiziten- es kommt auf die Perspektive an.

Wer mich kennt, weiss, mein Glas ist immer voll (nicht halb voll), ich bin immer ermutigend und stets lösungsorientiert! Blöd für so selbstmitleidige Menschen wenn sie grade mir ihre Probleme erzählen, ich koche mit ihnen diese Giftsuppe nicht. Aber ich schweife ab.

Ich entscheide mich für das neue Jahr positiv gestimmt an meinem Lebensstil zu arbeiten:

Gesünder zu essen wird ein Punkt auf meiner Liste, ich esse zwar schon sehr gesund aber dennoch falle ich immer wieder in die alte Verhaltensmuster wenn ich gestresst bin. Und was mir besonders wichtig ist, im neuen Jahr absolut Fleischfrei zu werden.

Mehr Bewegung ist ebenfalls angebracht, das habe ich deutlich im Yoga-Rückbildungskurs gemerkt. Seidem trainiere ich fast täglich zu Hause mit der App von Asanarebel und es macht soviel spass das ich neulich sogar 2 mal an einem Tag trainiert habe. (Kurze Erläuterung für die Christen unter euch: Diese Yoga-Art ist nicht esoterisch angehaucht sondern ähnelt eher Pilatis vom Ablauf). Ich bin danach ausgepowert und entspannt, als ich noch mit freelatics trainiert habe, war ich danach immer kaputt und müde.

Mein neues Buisness steht schon in den Startlöchern. Ich habe mich die letzten Monate viel weitergebildet, diverse Onlineseminare gesehen und Onlineworkshops durchgearbeitet. Und bin nun bestens Vorbereitet, fehlt nur noch die technische und optische Verpackung.

Mehr Zeit für mich und meine Familie haben, mich in meiner Freizeit wieder mehr verabreden und Dinge tun die einfach spass machen, das Leben ist zu kurz um sich nur hinter den Bildschirm zu packen und auf etwas hinzuarbeiten.

Bewusster und Nachhaltiger mit mir und meiner Umwelt umgehen und vor allen mit den Dingen die ich konsumiere und wen ich dadurch unterstütze. Auch wenn ich schon vieles beachte, lerne ich immer neues dazu.

Meinen Mehrwert in die Welt bringen, jeder von uns hat einen Mehrwert zu bieten, deshalb sind wir so verschieden, so einzigartig und so besonders. Meinen persönlichen Mehrwert kenne ich schon und ich weiss wie ich Menschen unterstützen und helfen kann, das möchte ich nun im größeren Stil tun. Dazu aber in einem späteren Blogpost mehr.

Das sind nun meine Vorsätze für das nächste Jahr, wenn du noch keine hast, kannst du natürlich denken, „yeah das klingt gut das will ich auch“- dann bitte lies den Anfang diesen Blogpost nochmal oder sieh dir mein Video dazu auf Youtube an. Dort helfe ich dir, anhand von drei Punkten für dich die perfekten Vorsätze zu kreieren.

Schreibt mir gerne in die Kommentare wenn ihr mehr Blogpost zu den kursiv geschrieben Themen lesen möchtet oder auch wenn ihr gute Ideen habt wie man den einen oder anderen Punkt umsetzten kann.

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr, ganz viel Liebe in eurem Herzen und ein gesundes Bewusstsein für euch selbst.

 

Herzlichst Jessica

 

 

Weihnachten und seine Lügen- oder: Manipuliertes Handeln

Morgen ist Heiligabend, wie jedes Jahr zum selben Datum. Doch dieses mal ist für mich alles anders.

Diese Jahr zu Weihnachten bin ich Minimalist. Kein Bock auf den gewohnten Konsumwahnsinn. Ich habe ein Video dazu veröffentlicht, hier.

Dieses Jahr habe ich ganz neue Gedanken zu dem Thema Geschenke, Essen und Feiertagsgehabe.

Aber von vorne, dieses Jahr habe ich mir mal Gedanken zu all den Lügen gemacht die uns zu Weihnachten in den Sinn kommen, durch „alle Jahre wieder“ Programmierung und Konditionierung!

Endlich mal Zeit mit der Familie, diese Feiertage sind mir heilig!

Wie bitte? Familienleben auf 3 Tage im Jahr beschränken? Da gibt es endlich mal Zeit um mit den Kindern ausgibig zu spielen und der Frau/ dem Mann endlich mal wieder sagen wie toll sie/ er ist?

Diese besinnliche Stimmung tut mir so gut!

Besinnlich? Ich bin Christ und worauf ich mich zu Weihnachten besinne ist die Tatsache das Gott mich so sehr liebt das er einen genialen Plan für meine Rettung hatte und Jesus in die Welt gebar.

Aber worauf bitte besinnen sich Menschen die nicht daran glauben? Und wie sollen sie sich besinnen, zwischen all den Verwanten mit ihren Lebensmittelunverträglichkeiten und Essens Sonderwünschen, den viel zu langen Wunschzetteln der Kinder, den Stunden in überfüllten Kaufhäusern, den völlig überreizten Verkäufern, den überdrehten Kindern durch den ganzen Zuckerkekse- Backmarathon, den Druck das perfekte Fest abzuliefern, Gedanken zu der Sitzordnung damit der Nachkriegsopa nicht neben dem Hippie Neffen sitzt, die Gedanken wieviel Geld ein angemessenes Geschenk kosten muss und vieles mehr.

Das Festmahl zu Weihnachten!

Sorry Leute, aber erinnert das nicht an blanke Völlerei? Stopfen bis nichts mehr geht? Und was wir da so in uns reinstopfen tut unseren Körpern gar nicht so gut, oder kaufen wir ökologisch korrektes Fleisch? Und Bio Gemüse? Und was ist mit den Tonnen von Zucker die wir durch unsere und die Blutbahnen unserer Kinder jagen, denn „was wäre Weihnachten ohen Kinder?“ Und ein Großteil der Weltbevölkerung hungert, auch in Deutschland!

Weihnachten ist zum Fressen und Saufen!

Wenn das zu deinem Weihnachtsmotto gehört- fehlen mir für dich die passenden Worte! Lies dir doch gerne die Statistiken zur Alkoholsucht und Selbstmordraten durch und entscheide dann selber was du in Zukunft darüber denken willst, auch solltest du dich fragen was Alkohol langfristig mit dir, deinem Körper und deinem Charakter macht. Und ob du den Kindern unterm Weihnachtsbaum ein gutes Vorbild bist.

Weihnachten das Fest der Liebe!

Uhhh da sieh der Realität aber bitte mal ganz ehrlich ins Auge! Ich hoffe natürlich das es Familien gibt, die weder wegen der Weihnachtsvorbereitung noch zum Fest streiten, aber ich habe noch keine getroffen.

Ich liebe den Weihnachtsmarkt!

Ich habe festgestellt das sich das Angebot, die Qualität und die Freundlichkeit der Buden/ Mitarbeiter von Jahr zu Jahr abnimmt. Auch das Bespaßungsprogramm für Kinder lässt mittlerweile deutlich zu wünschen übrig. Und am schlimmsten (liebe rauchende Eltern- liest das gründlich) sind die Qualmwolken am Kinderkarussell. Mit den demotivierten Mitarbeitern die den fröhlichen Kindern ohne ein Miene zu verziehen die Fahrkartenchips abnehmen.

Schenkt Liebe zum Fest!

Meine Liebessprache ist die der Geschenke, bevor ich Minimalist wurde, fühlte ich mich geliebt, je mehr ich beschenkt wurde und auch der Wert der Geschenke beeinflusste mein „geliebt werden Gefühl“. Aber dieser Geschenkesuch- Irrsinn und diese Planlosigkeit die dadurch entsteht, macht doch jeden irgendwie kirre im Kopf, und dann verbringt man Tage und Stunden im Konsumtempel und findet entweder am 23.12 oder erst am Heiligabend irgendwas das man dann noch schnell verpacken lässt in der Hoffnung das der Beschenkte das ansatzweise toll findet und bei nicht gefallen ist schnell der Kassenbon gezückt um es nach den Feiertagen umtauschen zu können.

Ich liebe die Weihnachtsdekoration!

Ich war auch eine von den Dekosüchtigen, und je pompöser die Kaufhäuser geschmückt waren, desto mehr fühlte ich mich im Zugzwang noch mehr Deko in mein Haus zu schleppen, denn es muss doch mindestens ansatzweise genauso geschmückt daher kommen wie die Werbeclips im TV. Und jedes Jahr die gleichen Kugeln an den Baum zu hängen, geht ja schon mal gar nicht, also muss jedes Jahr ein neues Farbset dazu. Überhaupt musste ein Baum ca 10 Jahre wachsen, damit der die bevorzugte Größe erreicht hat, um abgeholzt und dann 10 Tage in unseren Wohnzimmern steht, um anschließend an den Straßenrand geworfen zu werden. Traurige Biografie!

Heiligabend gehen wir mit der ganzen Familie in die Kirche, das hat Tradition!

Schade das ihr nur am Heiligabend in die Kirche geht. Um Jesus oder Maria kurz zu würdigen, damit ihr der Hölle entgeht. Also toll das du in die Kirche gehst, aber weisst du wir hängen das ganze Jahr Sonntag für Sonntag mit unseren Homies und Jesus in unserer coolen Church ab und müssen und keine Sorgen darüber machen was am Ende aller Tage auf uns wartet.

Ich muss sagen ich Liebe den Sinn hinter dem Weihnachtsfest. Ich liebe es daran zu denken, das ich geliebt und gewollt bin, das ich trotz meiner Fehler im Himmel willkommen bin. Ich liebe es Heiligabend in meine Gemeinde zu gehen und mir das Theaterstück, den Chor und die Predigt anzuhören. Mich zu erinnern wie verloren ich mich fühlte bevor ich bei Jesus angekommen bin. Dannach mit meiner Familie zu Hause am Tisch zu sitzten, dankbar zu sein für das was wir haben und einander zugewannt zu sein. Dieses Jahr ganz besonders, da wir keinen Hype um Geschenke, Essen, Deko oder der Gleichen gemacht haben. Sondern alles einfach nebenbei erledigt haben, und auch sehr viel reduzierter als die letzten Jahre. Mein Mann und ich konnten heute sogar noch ganz entspannt einen Kaffee trinken fahren.

In diesem Sinne wüsche ich euch allen ein reichlich gesegntetes Weihnachtsfest, im Kreis eurer Lieben!

 

Herzlichst Jessica

Übergriffige Menschen- oder: Warum keiner, ausser uns als Familie unser Baby anfassen soll!

Kennt ihr das? Ihr habt euch, als Eltern für etwas entschieden das ausser der Norm ist und schon gibt es SIE– diese übergriffigen Menschen!

Ich benutzte meinen Blog heute um Dampf abzulassen.

Kurz zur Erläuterung:

Wir haben uns noch während der Schwangerschaft für gewisse Dinge entschieden. Eines davon ist, das wir nicht möchten das Menschen ausserhalb unserer Familie unser Baby anfassen sollen- und schon gar nicht im Gesicht streicheln,

Test‘s beweisen immer wieder wieviele Menschen sich nach dem Toilettengang die Hände nicht waschen.

Das ist natürlich nicht der einzige Grund, auch das fremde Gerüche und Berührungen ein Baby nur unnötig stressen. Und auch schnell überfordern. Jedes Baby erleidet mit der Geburt den absoluten Kulturschock, der Lebensraum verändert sich, das Umfeld, die Geräusche, auf einmal macht das Baby selber geräusche (abgefahren oder), der Organismus des Babys verändert sich komplett: Atmung, Verdauung usw.

Die einzige Konstante ist, Mamas Herzschlag.

Also habe ich ebenfalls entschieden mein Kind zu tragen. Ich trage sie ständig, und wenn ich sie nicht trage, trägt sie Papa- eigentlich liegt sie nur wenn sie schläft, oder jetzt grade im Babyknast (Laufgitter), genau neben dem Stuhl auf dem ich sitzte. Sie sieht mich und spielt mit dem Trapetz und dem „irre“ aussehendem Clown.

Auch dachte ich das Tragen würde die Leute davon abhalten mein Baby am Kopf zu streicheln, den immerhin liegt dieser ja genau auf meinem Busen, und von daher sollte eine gewisse Hemmschwelle doch gegeben sein. Ist aber bei manchen Menschen nicht der Fall.

Abgesehen davon, das die ganze Welt von Selbstbestimmtheit spricht, und niemand mein Baby fragt ob er es anfassen darf bzw ob sie das möchte! Gut das verstehe ich ja noch irgendwie, sie würde ja nicht antworten, aber mich fragt auch keiner und ich bin doch ihre Mama. „Tschuldigung darf man die streicheln?“ Bei Hunden fragt man doch auch den Besitzer „kann man den streicheln?“

Auch ein klares:“Bitte nicht anfassen!“,hält Menschen tätsächlich nicht davon ab mein Kind zu berühren.

Mein Mann sagte:“Schatz alles kein Problem, wenn jemand das Baby anfassen will, sagst du einfach, das ich das nicht will, und dann tut es auch bestimmt keiner.“

Mein Mann ist groß und breit und trägt `nen Talibanbart, in gepflegt. (ich darf den Bart nicht so nennen, aber das macht es jetzt plastisch für euch), und mein Mann hat diesen „Gesichtsausdruck“, also eigentlich mag man mit jemanden wie ihm nicht diskutieren. Was für ein Vorteil dann einfach sagen zu können:“Mein Mann will das nicht!“

Aber auch das hält manche Menschen nicht ab.

Grade heute in der Gemeinde hatte ich so einen Moment, eine Frau die ich persönlich kenne,

da sollte man ja schon davon ausgehen, das einander die Grenzen respektiert werden.

Umarmte mich, ich trug mein Baby vor der Brust, und schwupp streichelt ihr Zeigefinger über die Wange meines Kindes.

Ich sagte:“ Nicht anfassen, mein Mann will das nicht.“

Sie sagte:“ Macht ja nichts, er ist ja nicht da.“

Ich sagte:“ Aber wir sind doch verheiratet, meine Augen, sind auch seine Augen.“

Sie sagte (schon auf dem Weg in eine andere Richtung):“ Warum darf man die denn nicht anfassen?“

Ich sagte (noch höflich):“ Weil wir das nicht wollen.“

Sie sagte:“Aha.“

(Übrigens beide Christen)- Also selbst unter „Geschwistern“ gibt das sowas!

Krass oder? Ich meine was soll der Mist, warum muss ich mich Rechtfertigen und warum kann ein Mensch dann nicht sagen oh sorry, wusste ich nicht, nachdem er einfach mein Kind anfässt.

Was soll das?

Natürlich sind nicht alle Menschen so, auch nicht alle Christen die ich kenne, aber es nervt echt!

An dieser Stelle ein großes D A N K E! an ALLE die Verständnis aufbringen, solche Grenzen respektieren, es befürworten und auch verstehen lernen. Ihr seid toll und helft mit eurem Verhalten, Familien ihren eigenen Weg zu finden, ihr vermittelt damit das Gefühl von Annahme und Akzeptanz!

In diesem Sinne seid alle reich gesegnet, und betet für die Leute die euch so oder ähnlich nerven!

Noch zu guter Letzt: Wie sind eure Erfahrungen mit solchen übergriffigen Menschen, ärgert euch das auch? Oder stört euch das nicht? Oder habt ihr vielleicht resigniert?

Schreibt gerne unter mit dem Hashtag #meinalternativesleben in die Kommentare und lasst uns darüber sprechen.

Ihr dürft diesen Blog auch ungefragt gerne weiter teilen und posten.

 

 

Meine Fehlgeburten- ja! Plural!!! Oder die Menschen denen ich auf dieser Erde nicht begegnen werde.

Mein drittes Kind wäre am 02.12.2016 geboren worden.

Nach 2 Jahren des Kinderwunsches- jeden Hoffens- bei Unregelmäßigkeiten im Zyklus- und jedem positiven Denkens wenn dann die Periode kam.

„Beim nächsten mal“, „vielleicht hat sich der Eisprung verschoben“- bis hin zu mit meinem Körper stimmt was nicht, zu, mit ihm (meinem Mann) stimmt was nicht.

Dann endlich Ostern 2016! Ich war überfällig und fühlte mich auch schwanger, das war bei meinen ersten beiden Kindern auch so.

Wir waren grade mit unserer Gemeinde auf Osterfreizeit in Schwerin, und mein Mann und ich kauften einen Schwangerschaftstest, in unserem Jugendherrbergen Häuschen, wo wir als Familie alleine eingecheckt waren, machte ich den Test. Sofort war ein ganz deutliches positives Ergebnis ablesbar- mein Mann brauchte etwas um es zu realisieren, wir freuten uns riesig. Wir teilten es am Abend der Gemeinde mit. Alle freuten sich mit uns, denn sie wussten ja wie lange wir es schon probierten.

Zu Hause angekommen, vereinbarte ich gleich einen Termin bei meinem Gynäkologen, bei der Erstuntersuchung sah alles normal aus. Gebärmutterwand verdickt, eine kleine mini Blase (Fruchthöhle) war auch zu erkennen, Blut und Urinwerte waren wie bei einer „intakten Schwangerschaft“ (wie mein Arzt es nannte). 4ssw! Nicht schlimm das man weder Baby noch Dottersack sehen konnte, alles normal also! Fröhlich ging ich nach Hause und freute mich. In 4 Woche sollte ich wiederkommen und mir den Mutterpass abholen.

14 Tage später. Ich bekam leichte rostrot farbende Blutungen, ein krasser Grund zur Panik, ich sagte es meinem Mann, und fuhr zum Arzt. Bei der Ultraschalluntersuchung wurde sichtbar, das sich in der Gebärmutterschleimwand altes Blut abgelagert hatte, die Fruchthöhle hatte sich dennoch gesund weiter entwickelt, mein HCG Wert war weiterhin gestiegen. Mein Körper war noch voll schwanger. Ich sollte in ein paar Tagen wiederkommen.

Dunkle Wolken hingen an unserem glücklichen Elternhimmel. Mein Mann versuchte die ganze Zeit sich mit positiven Denken zu beruhigen. Mir war aber schon klar was das bedeutet.

Ein paar Tage später bestätigte sich bei einer erneuten Ultraschalluntersuchung, mein Verdacht der Fehlgeburt! Obwohl mein HCG Wert weiterhin gestiegen war. Die Fruchthöhle war leer. Ich wollte dem Arzt nicht glauben- der muss sich doch irren! Ich bin doch schwanger, alles fühlt sich schwanger an, Brüste, Bauch usw.

Ich vereinbarte einen Termin bei einer anderen Gynäkologin, die wird mir schon sagen das mein Baby gesund ist, einfach nur klein und versteckt. Zu klein für das Ultraschallgerät.

Ich saß grade an einem Samstag Vormittag in einem Treffen für die Gruppenleiter in der Gemeinde, als ich plötzlich merke wie Flüssigkeit aus mir herrausfloß. Eine unendliche Traurigkeit macht sich in meinem Herzen breit. Ich ging zur Toilette um zu überprüfen ob ich meine Schwangerschaft nun endgültig verloren hatte. Dieses mal war die Blutung etwas stärker, ich entschuldigte mich in dem Treffen und verabschiedete mich kurz dann ging ich zum Auto, wärend dessen rief ich meinen Mann an, ich wollte nicht allein ins Krankenhaus, darum fuhr ich zuerst nach Hause, um dann gemeinsam mit meinem Mann ins Krankenhaus zu fahren. (Alles sehr kurze Wegstrecken.)

Im Krankenhaus war beim Ultraschall auch bis auf die leere Fruchthöhle nichts sichtbar, die Ärztin Frau Dr. M. war sehr einfühlsam mit uns. Und sagte das sie in der 6ssw keine Ausscharbung machen möchte- das sie der „Sache“ noch eine Chance geben möchte sich zu entwickeln. Von Tod trauriger Gewissheit zu neuem Hoffnungsschimmer. Unser Baby hatte noch eine Chance?

Kurze Zeit darauf hatte ich den Termin bei der anderen Gynäkologin. Jetzt war es Gewissheit! Kein Baby in der Fruchthöhle. Ich verstand die Welt nicht mehr! Ich war doch schwanger! Mein Körper war schwanger! Meine Werte stiegen immernoch!

Mir kommen die Tränen wärend ich das hier schreibe.

Windei- so nennt man das! Es war kein dummes „Windei“- es war mein (emotionales)Kind! 4 Wochen lang war ich werdende Mutter! Mein Mann zum erstenmal werdender Vater. Wir lagen Abends im Bett und stellten uns vor wie es sein wird wenn wir zu fünft sind.

Ich fühlte mich betäubt und ohnmächtig, als hätte mir jemand ein Stück meines Herzens entrissen. Oder eines meiner Kinder erschossen. Dieses Kind war tot. Es wird nicht geboren, meine großen Kinder bekommen dieses Geschwisterchen nicht. Mein Mann wird sein erstes Kind niemals im Arm halten, ich werde niemals in die Augen meines dritten Kindes blicken und diese unendliche Verbindung spüren können, die eine Mutter mit ihrem Baby hat.

Ich werde nie Erfahren, zu was für einen besseren Menschen, mich dieses Kind, hätte reifen lassen. Diese Kind wird nie geboren, ich werde es nie kennenlernen.

Windei? Nein es war mein Kind!!!

Ich kann die gleiche Traurigkeit wie damals jetzt in diesem Moment auch fühlen. Ich liebte dieses KInd vom ersten Moment an wie meine anderen beiden Kinder, und werde es in meinem Herzen immer lieben. Ich hoffe sehr das ich es eines Tages im Himmel wieder sehen werde.

Und mein Körper? Er war weiterhin schwanger, mit allem Symtomen. Ich fühlte mich betrogen, verraten, ich war wütend und dann wieder unendlich traurig, völlig haltlos.

Ich nahm mir 10 Tage, 10 Tage mein Kind zu beweinen! 10 Tage für den schweren Verlust zu trauern. Das war das mindeste was ich für diesen Kind tun konnte. Was für ein Verrat an die Schöpfung es als „Windei“ zu betrachten. Was für ein Verrat an meinem Kind es nicht zu betrauern. 10 Tage ist nicht lang. Aber es musste reichen, meine Kinder brauchten mich, denn sie waren lebendig, mein Ehemann brauchte mich, auch er wollte trauern, wusste nicht wie und versteckte sich in Arbeit und ich bin zu dem Zeitpunkt Selbstständig gewesen und musste auch wieder in die Arbeit finden.

10 Tage!

An Tag 11 spielte ich mit meinem damals 8 jährigen Sohn sein lieblings Playstationspiel durch, und wir konnten gemeinsam lachen. Ich sprach mit meiner 14 jährigen Tochter darüber, sie konnte alles fragen, und wir haben gemeinsam geweint. An Tag 12 lagen mein Mann und ich uns weinend in den Armen.

Meine Trauer hatte Platz gehabt, unser niemals geborenes Kind, wurde mit ganz viel Liebe im Herzen verabschiedet.

Der Termin für die Ausscharbung war in der 9ssw. Frau Dr. M. war meine behandelnde Ärztin. Sie erklärte mir im Vorgespräch was in meinem Körper passiert war. Das es 2 verantwortliche Bereiche bei der Zellteilung für die Schwangerschaft gab. Einen für die Schwangerschaft (Hormone, Gebärmutter usw.) und ein Teil für das Baby. Und in meinem Fall habe sich der Teil für die Schwangerschaft total gesund entwickelt. Und der Teil für das  Baby? Der hat im Zellteilungsprozess an irgendeiner Stelle aufgehört sich weiter zu teilen. Jetzt hatte ich es verstanden. Und konnte mich auch mit meinem Körper aussöhnen. Ich durfte mir selber weiterhin vertrauen, mein Körper hat mich nicht belogen und auch nicht meines Babys beraubt.

Am Tag es Eingriffes mussten wir sehr früh im Krankhaus sein. Aber dort mussten wir dann aufgrund eines Notfalls den halben Vormittag warten. Mit uns war dort noch eine Frau, die auch darauf wartete das man ihr Kind ausscharbt. Sie war allein. Sie hatte mein ganzes mitgefühl. Aber ich merke sofort sie wollte mit sich und der Situation alleine sein. Also lies ich sie und versuchte nicht sie zu trösten- in so einem Moment kann auch nichts und niemand trösten! Es zerreist einen. Dort in diesem kleinen Raum zu sitzten und auf den Eingriff zu warten. Irgendwann kurz vor Mittag, kam ich dann in den Raum in den man zum Aufwachen wieder gebracht wird, mein Mann durfte dorthin nicht mitkommen, wahrschlich wegen den anderen Menschen dort. So lag ich da im Krankenhaushemd, in diesem Raum, zusammen mit anderen Menschen, die hinter ihren Vorhängen die zur Diskretion dienten, auf die verschiedenen Eingriffe warteten. Und mein Mann, er musste mit all seinen Gedanken nebenan sitzten und warten und warten.

Ich wusste nicht so recht wie ich die Zeit überbrücken sollte bis meine „Schwangerschaft“ entfernt werden würde. Ich sah wie der Anästhesist nach und nach die anderen Menschen abholte und auch zurück brachte. Zwischendurch musste ich immer wieder weinen. Die Zeit schien still zu stehen. Ich nahm mein Handy öffnete meine Bibelapp -you version- und es öffnete sich der Philipperbrief. Paulus schrieb ihn aus dem Gefängnis herraus an seine Lieblingsgemeinde in Philippi. Ich las alle 4 Kapitel, in diesem Buch der Bibel geht es um Freude. Mir war aber nicht nach freuen zu Mute. Ich las es dennoch, was sollte ich auch sonst tun, außer für meinen Mann zu beten, das sein Herz nicht zerbricht. Am Ende des Philipperbriefes, gibt Paulus ein entscheidendes Geheimnis über Freude preis. Er sitzt dort und wartet auf seiner Verurteilung. Und schreibt:“Ich freue mich, denn, ich will mich auch freuen.“

Als der Anästhesist kam um mich abzuholen, hallten mir diese Worte noch sehr nach. Eigentlich tun sie das bis heute. Und ich werde sie nie vergessen. Ich entschied mich, mich wieder des Lebens zu freuen. Was am Anfang noch schwer fiel.

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Nach einigen Wochen geschah etwas schlimmes, es passierte in meiner Ehe. Ich hatte versäumt mir jemanden zu suchen mit dem ich darüber sprechen konnte was mir wiederfahren war. Und Schuldzuweisung machten sich da breit wo vorher Trauer seinen Platz hatte. Wann immer ich erneut meine Periode bekam und wusste wieder nicht schwanger zu sein, brach zu Hause ein Hurrican von Streit durch unser Haus, Schuldzuweisung, Trauer, Wut, Enttäuschung, Schimpftiraden und Lieblosigkeit tanzten Hand in Hand durch meine Emotionalewelt. Mein Mann und ich hatten etwas entscheidenes vergessen. Wir hatten einander nicht vergeben. Wir hatten nicht über unsere Gefühle und Gedanken gesprochen. Wir stritten ständig. Nur zu Eisprungphase hin konnten wir liebevoller miteinander umgehen. Hoffnung und Enttäuschung bestimmten unsere Ehe. Es war ein schrecklicher Kreislauf der viele Verletzungen verursachte. Um etwas Klarheit in diesen Irrsinn zu bringen, lies mein Mann sich einen Termin beim Urologen geben um sich auf seine „Tauglichkeit“ untersuchen zu lassen- was für einen Mann ja eine echte Herrausforderung darstellte.

Ich versuchte mich durch Bildung und Sport wieder in mein ICH zurück zu befördern. Meine Identität nicht mehr von dem unerfülltem Kinderwunsch bestimmen zu lassen.

Wir machten als Familie wieder Ausflügen, gingen Klettern und machten andere Dinge.

Ich machte im Rahmen meiner Coach Ausbildung, Eigenreflektionsgespräche. Und bearbeitete dort auch die Fehlgeburt und dieses Gefühlschaos.

Danke!!! an dieser stelle noch mal an M.Z. aus T. die Gespräche mit dir haben mir sehr geholfen, „loszulassen“ und für ein neues Kind „offen“ zu werden.

Wir beschlossen um einander wieder näher zu kommen, als Familie, im November nach Sankt Peter Ordingen zu fahren und dort ein Wochenende zu verbringen und uns wieder auf das zu besinnen was wichtig ist. Um etwas Heilung in unsere Ehe und Familie zu bringen.

Es gelang uns! 2 Wochen später bekam ich meine Periode nicht! Ich wollte dieses mal etwas warten bevor ich einen Test machte. Funktionierte nicht. Ich kaufte einen Test nach der Arbeit und lies ihn noch einen Tag liegen, am nächsten Abend, als ich 3 Tage überfällig war, traute ich mich endlich den Test zu machen. Mein Mann wartete ungeduldig im Schlafzimmer, wieder zeigte der Test sofort ein positives Ergebnis. Ich ging zu meinem Mann mit dem Test in der Hand, ich konnte gar nicht sprechen, 1000 Gedanken jagten mir durch den Kopf und 100 verschiedene Gefühle überrannten mich. Ich sah meinem Mann in die Augen und sah wie er zwischen Freude und Angst hin und her gerissen war. Ich fing an zu weinen, vor Freude, vor Erleichterung und vor Angst!

Was ist wenn alles von vorn began? Was ist wenn wir wieder ein Kind „verlieren“? Ich versuchte mich zu freuen aber jedesmal wenn ich voll Liebe und Zuversicht meinen Bauch streichelte und mit meinem Baby sprach, überkam mich ein schlechtes Gewissen, dem Baby gegenüber das am 02.12.2016 geboren werden sollte. An diesem Tag war es besonders schlimm.

Am 21.12.2016 sah ich das Herz meines Baby schlagen, ganz kräftig und rhytmisch. Irgendwas auf dem Ultrschall sah im vorbei huschen komisch aus, wie eine kleine Seifenblase. Und dahinter war mein Baby, es lebte! Voller Dankbarkeit im Herzen ging ich aus dem Untersuchungszimmer, glücklich sahen mein Mann und ich uns an- geschafft! Ein lebendiges Kind! Wir werden Eltern von einem gemeinsamen Kind.

Am 17.01.2017 hatte ich einen neuen Termin bei meiner Gynäkologin, meine Werte waren alle in bester Ordnung. Die kritische Zeit der ersten 3 Monate fast geschafft. Doch wärend des Ultraschalls, konnte ich sehen was diese „Seifenblase“ war, ich war schwanger mit Zwillingen! Wow! Für den Bruchteil einer Sekunde schoßen mir soviele kurze Impulse durch denk Kopf. „Wie schön, doppeltes Glück“ und „schaffe ich das mit 2 Babys“. Im nächsten Moment verebbten alle meine Gedanken in eine Stille im meinem Kopf, so dass ich meinen Herzschlag wie einen dröhnenden Donnerschlag wahrnahm, der als ohrenbetäubendes Surren alles in meinem Kopf blockierte. Ich sah auf den Ultraschall, dann in das Gesicht meiner Ärztin die, die Untersuchung abbrach, zum Schreibtisch auf ihrem Hocker rüberrollte und fragend im meinem Mutterpass blätterte. Aber ich hatte die Antwort auf ihre Frage schon gesehen. Ein Kind war gestorben. Es war in dem „Seepferdchen“ Status stehen geblieben. Meine Ärztin sprach mit mir, aber ich konnte nicht verstehen was sie sagte, vor meinem inneren Auge sah ich mein Seepferdchen- regungslos, wie ein Fossil. Sie setzte die Untersuchung fort und ich sprach abwesend mit ihr. Mein Mund formte Worte deren Bedeutung sinnlos erschien.

Ich hatte erneut ein Kind verloren! Wie sollte ich das meinen Mann erklären? Wie sollten wir das erneut überstehen? Wo sollten wir neue Kraft schöpfen? Wie sollten wir uns über das lebendige Kind freuen? Wird dieses Kind wissen das ein Zwillingskind war? Wird unser Kind das Gefühl haben das ihm etwas fehlt? Ich weiss doch aus sovielen Reportagen das Zwilinge diese besondere Verbindung haben! Wann fängt die an? Leidet mein Baby grade unter dem Verlust? Fragen über Fragen!!!

Ich starrte auf den Monitor, auf den Herzschlag meines lebendigen Kindes! Alles um mich herum war soweit weg. Dieses Kind lebte!!! Dieses Kind werde ich zu Welt bringen! Es lebt! Es ist gewachsen, zwar kleiner als der Durchschnitt- laut irgendeiner Richttabelle die Ärzte zur Errechnung der SSW verwenden. „Aber ich weiss doch wann mein Kind entstanden ist! In Sankt Peter Ordingen, Samstags! Ich weiss es ganz genau, deswegen ist mir scheiss egal was ihre Tabelle sagt“-„Mit diesem Baby ist alles in Ordnung machen sie mir doch nicht noch mehr Angst“, wollte ich los schreien. Doch alles was mein Mund an Worten formte war:“Aber dieses Kind lebt“, „was passiert mit dem nicht lebenden Kind“ und „ist es ein Risiko für das lebende Kind“? Sie klärte mich über alles auf, es war kein Eingriff nötig, das verstorbene Embryo würde mit der Gebärmutter verwachsen und mit der Nachgeburt ausgeschieden. Sie sprach als ob mein verstobenes Kind ein Ding wäre. Ein abgestorbener Fremdkörper der kein Risiko darstellt. „Nur noch raus hier“, dachte ich.

Völlig neben mir verließ ich die Praxis und fuhr in die Gemeinde, es war ein Dienstag, Dienstags leite ich dort immer den Sisterhood. (Erst funktionieren, dann Leben! Schön vom System eingeprägt). Ich betete und weinte auf den Weg dorthin. Angekommen wischte ich mir die Tränen aus dem Gesicht, setzte mein, es geht mir gut Lächeln auf- nicht weil diese Methode mein Naturell entspricht, sondern aus der Hilflosigkeit herraus. Ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte und ich hatte noch nicht mit meinem Mann gesprochen, natürlich rief er mich genau in diesem Moment an, er machte sich sorgen, weil ich ihn nach dem Termin nicht anrief, er fragte:“Geht es dir und dem Baby gut?“, ich sagte:“Ja.“ und würgte ihn ab, mit den Worten:“Ich habe ein neues Ultraschallbild und heute Abend sehen wir es uns gemeinsam an.“ Ich weiss heute ehrlich gesagt nicht mehr ob ich an diesem Dienstag oder am Dienstag darauf im Sisterhood mit meinen Freundinnin darüber sprach.

Aber als ich an diesem Abend nach Hause kam und die Kinder abends ins Bett gingen, erzählte ich es meinem Mann. Er versuchte es „Gut“ zu reden um mich zu trösten. Ich wollte ihn ohrfeigen, damit er damit aufhörte und fühlte was uns da grade passierte. Wir wussten vorher nicht das es Zwillinge waren, auch wenn ich das durch die besagte Seifenblase dachte aber dann wieder verdrängte, immerhin hatte meine Ärztin bei der Erstuntersuchung nichts von Zwillingen gesagt und wir haben auch nur ein Baby gesehen.

Ich spürte regelrecht wie mein Herz einfrorr, in schockstarre verfiel, als mein Mann realisierte was geschehen ist, weinten wir zusammen. Für dieses Baby. Für einen weiteren Menschen den ich nie kennenlernen werde.

Die nächsten 4 Wochen waren eine Zeit des Trübsals. Nicht im biblischen Ausmaßes, aber dennoch in meinem Herzen. Wie sollte ich mich jetzt noch freuen, das wäre Hochverrat an beiden verlorenen Kindern! „Lieber Paulus, kannst du mal bitte herkommen und mir erzählen wie ich mich jetzt noch freuen soll??? Ohne Schuldgefühle??? Ohne Angst??? Kannst du das Paulus? Und was ist mit dir Gott? Ich bin doch dein geliebtes Kind, sagt die Bibel, im Jesajabrief steht, du wirst mich trösten, wie eine Mutter einen tröstet! Also tröste mich doch endlich Gott, nimm diese Trauer, hilf mir meinen Verlust anzunehmen“-100te Bibelverse fielen mir ein, wie Gott auf dieses Gebet antwortet. Aber das reichte mir nicht! Ich wollte mehr.

Und Gott ist so genial.

Am Sonntag darauf kam nach dem Gottesdienst ein sehr liebe Frau aus der Gemeinde auf mich zu uns sagte mir.“Jessica, ich hab das Gefühl ich muss dir etwas sagen- alles wird gut!“Da war meine Antwort, mein Trost. Meine Gewissheit, ich musste es nur noch annehmen. Wir unterhielten uns eine Weile und sie erzählte mir von ihren 3 Fehlgeburten und das sie danach noch Kinder bekam. Ich sagte ihr wie ich mich fühlte und das ich mich nicht freuen konnte. Wir sprachen darüber das Worte uns beeinflussen, und sie gab mir einen unbezahlbaren Rat, der den Rest meiner Schwangerschaft komplett veränderte. Sie sagte als sie das vierte mal schwanger wurde, sprach sie mit ihrem ungeborenem Baby, und sagte zu ihm:

„Der Herr freut sich über dich, und weil der Herr sich über dich freut, freue ich mich mit ihm über dich!“

Als wir aus der Gemeinde nachmittags nach Hause fuhren, fing ich gleich damit an, genau diese Worte zu meinem Baby zu sprechen, es dauerte kaum ein paar Tage da sprudelte ich vor Freude über. Ich kaufte eine Babywiege und baute sie auf, und jedesmal wenn ich davor stand stellt ich mir vor wie unser wunderschönes Baby darin liegen würde.

Die restliche Schwangerschaft hat noch viel spannendes zu erzählen aber für heute beende ich diesen Blog. Aber das Ende verrate ich euch noch.

Unsere Tochter E. kam am 07.08.2017 um 0:25 h mit einer Größe von 50 cm und einem Gewicht von 2980 gramm, spontan und ohne äußerem Eingreifen, ganz selbstbestimmt in Beckenendlage zur Welt.

In meinem nächsten Blog erzähle ich euch mehr davon.

Mein Top Apps für ein geniales Leben

Ich hänge in letzter Zeit echt viel auf Weltreiseblogs rum und manchmal stoße ich dabei auf die eine oder andere tolle App, und neulich bei Facebook in einer der Weltreise Gruppen in denen ich vernetzt bin, machte jemand den Aufruf das jeder einen Screenshot von Homebildschirm posten sollte. Tolle Idee, ich machte es nicht. Aber es inspirierte mich diesen Blog zu verfassen. Auch die Tatsache das ich manchmal gefragt werde welche Apps ich zum Thema Sport und Ernährung benutze.

Hier also eine kurze Auflistung meiner Top Apps in Kategorien eingeteilt.

Minimalsmus alles muss raus:

Kleiderkreisel

Mamikreisel

Momox

eBay Kleinanzeigen

eBay

und Rebuy kann ich empfehlen, die haben aber keine App.

Für den Body:

Bodyweight von Freelatics

Run von Freelatics

Asana Rebel

Für die Ernährung:

Yazio

Nutrition von Freelatics

AttilaHildmann

Eatsmarter

Für mich:

Spotify

YouVersion

Poket

Für das Bloggen:

Youtube Studio

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Viel Spass beim ausprobieren.

Herzlichst Jessica

Low-buget Urlaub oder Urlaub mit einem Säugling

Mein Sinneswandel zum Minimalismus begang erst vor ein paar Wochen, genau genommen kurz nach der Geburt meiner Tochter, also so ca. 12 Wochen ist das her.

Ich habe zum Thema Minimalismus ein Video bei YouTube veröffentlicht. In dem Video geht es darum, weshalb ich mit Minimalismus begonnen habe und wie ich damit Geld verdiene. Auch jetzt hier in unserem Urlaub.

In diesem Blogpost möchte ich darüber schreiben warum wir diesesmal einen low-buget Urlaub machten und wie ich die Vorbereitungen dafür getroffen habe.

Da der errechnete Geburtstermin unser jüngsten Tochter in die erste Augustwoche fiel und ich noch bis 3 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin gearbeitet habe (ich bin Selbstständig / kein gesetzlich geregelter Mutterschaftsschutz-anspruch) sind wir diesen Sommer als Familie nicht in den Urlaub gefahren.

Nach der wunderschönen Beckenendlagen- spontan- Geburt und den ersten Tagen zu Hause war klar, wir alles wollen in den Urlaub (nicht weil das Baby so anstrengend ist, sondern weil die besondere „Urlaubsfamilienzeit“ einfach fehlte).

Kurze Zeit später schüttelte ich einen Link für ein Ferienhaus in Dänemark aus einer App und wir buchten dieses schöne Haus. Nun ist der Urlaub auch schon wieder vorbei, aber wir hatten eine unglaublich tolle Zeit, die Natur ist wirklich wunderschön, unberührt und holte uns total ab. Das sollte jeder einmal erlebt haben.

Die Vorbereitungen für diesen Urlaub unterlagen dem Motto Minimalismus und Low-buget. Immerhin führen wir mit einem Neugeboren Baby also insgesamt 5 Personen für eine Woche nach Dänemark/ Blokhus.

Wir entschieden die Lebensmittel vorab in Deutschland zu kaufen und mitzunehmen, also planten wir 6 Gerichte und schrieben den Thermomix mit auf die Packliste. Es stellte sich nach dem Einkauf als total klug herraus, denn ich gab nicht mal 100 Euro aus. In Dänemark kosten die Lebensmittel ein vielfaches mehr.

Das Packen für unserer Baby wollte ich auch so minimalistisch wie möglich halten, wir wickeln mit Stoffwindeln und Stoffwaschlappen statt Feuchttüchern. Ich packte Windelbedarf für 2 Tage ein, da ich einen 2 Tage Waschrhytmus zu Hause habe für die Windeln. Und sich das gut eingespielt hat in meinem Alltagsleben. Auch die Wäsche habe ich gut ausgewählt, im nachhinein hätte ich auch weniger Wäsche mitnehmen können. Auch hierzu habe ich ein Video gemacht.

Mein Mann plante einige Abende vor der Abreise unsere Familienaktivitäten. Wir haben wirklich schöne und unglaubliche Dinge gesehen! Wir waren in den Kalkhöhlen. Absolut sehenswert, es gab einen Teil der Höhlen die uns allen ein beklemmendes Gefühl vermittelte, so ziemlich mittig der Gewölbe gab es einen Abschnitt in dem es keine Luftzikulation gab, und für einen Moment spürte ich wie sich Panik in mir breit machte. Ich wusste nicht wie tief und wie weit dieser Höhlenabschnitt ging. Aber nach ein paar Minuten waren wir hindurch gegangen, die Luft wurde schlagartig besser und mir wurde bewusst, Höhlenklettern wird niemals zu meinen Hobbies gehören. Dennoch ein tolles Erlebnis, im Berg gab es einen See mit eiskalten klaren Wasser. Einfach unbeschreiblich genial. Wir waren auch in einem Ocenarium, und lernten dort den Mondfisch kennen, ich wusste bis Dato nicht mal das es etwas gibt das so heisst und so aussieht. Gott hat wirklich eine Vorliebe für Einzigartigkeit. Und wir Menschen denken immer wir sind der Bauchnabel der Welt, dabei ist unser Leben auf der Erde nur wie ein Sandkorn am Strand der Ewigkeit. Einfach ein kleiner Teil von etwas ganz Großem. Die Strände waren gigantisch, das Meer so wild und dennoch sehr beruhigend. Mein Mann lief am Palmenstrand Barfuss über eine Sandbank im Meer, wie Petrus lief er in Gewissheit nicht unterzugehen einfach bis zum Ufer. Was für ein Anblick. Das Meer! Ich liebe es, so mächtig, so in seinem Bann ziehend, alles Sorgen kann man hineinwerfen, es ruft zum Träumen und das tänzelnde glitzern der reflektierenden Sonnenstrahlen zaubert ein Gefühl von Glück und „angekommen sein“ in meiner Seele hervor. Ein Vlog dazu findest du hier.

Mir wird immer mehr bewusst das, dass Leben an nur einem Ort für mich nicht das Richtige ist. Ich bin ein Freiheitstyp und liebe es neues kennen zulernen, ich bin schnell Feuer und Flamme für Dinge die mich inspirieren ein schöneres Leben zu führen. Und dennoch bin ich mir im vollen Umfang meiner Verantwortung für die Verpflichtungen in meinem Leben bewusst.

In diesem Urlaub ist etwas wunderbaren passiert. Es war so heilsam. Mein Mann und ich schliefen das erstemal seid der Geburt unser Tochter wieder gemeinsam in einem Bett. Wochenlang schlief ich mit unserem kleinen Schatz in unserem King-size-bett allein, was für uns beide zum kennen lernen und aneinander gewöhnen auch super war. Ich denke viele frisch gebackene Mamas kennen das. Aber als wir im Urlaub wieder aneinander geschmiegt einschlafen konnten, hat das unsere Verbindung wieder „aktiviert“. Wir sind uns auf eine neue Art näher gekommen, viel vertrauter. Es macht ja soviel aus wenn man räumlich getrennt voneinander schläft, dort entsteht dann ein Mangel den wir beide unabhängig von einander mit dem Konsum von Medien ausgefüllt haben, was uns noch weiter von einander entfernte. Ich schreibe das hier auch nur um euch allen die ihr in ähnlichen Situationen seid zu zeigen wie schnell Entfremdung in der Ehe stattfinden kann, selbst durch sowas wunderschönes wie die Umstellung durch ein Neugeborenes.

Herzlichst Jessica

# 3 Rezeptblog Müsli-Kekse

Heute habe ich für euch ein tolles Quickrezept für Müslikekse.

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Das Rezept

500 Gramm Müsli

80 Gramm Butter

2 Eier

100 Gramm Zucker optional Honig

1 TL Vanillezucker

1,5 TL Backpulver

Müsli und Butter in der Pfanne erhitzen bis die Butter geschmolzen ist alles verrühren. Und auskühlen lassen in der Zwischenzeit die restlichen Zutaten miteinander zu einer Masse verrühren, Müslimischung hinzugeben und vermischen. Die Masse mithilfe von Esslöffeln, auf ein mit Backpapier belegten Backblech, in kleine Taler formen.

Die Kekse bei 175 grad, Ober/Unterhitze ca 10 Minuten goldbraun backen.

Und nicht in einer Dose aufbewahren damit sie schön knusprig bleiben.

Das Video zum Rezept findet ihr hier

# 2 Rezeptblog Green Smoothie

Heute morgen nach dem Workout meiner Freelatics App, habe ich mir einen richtig leckeren Smoothie gemacht. Absolutes Anti-muskel-kater-rezept.

Du brauchst: Messer, Mixer und Salatschleuder.

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2 handvoll Feldsalat (Spinat geht auch) – Vitamin B1, B2, B3 uvm.

1/2 Ananas – Futburner und Vitamine

1 Banane – gibt Energie

1 Kiwi – weil es schmeckt (kannst du auch weg lassen)

2 TL Chiasamen – fürs Gehirn

1,5 TL Detox Smoothiepulver – zum Entgiften

2 TL Attila Hildmann Proteinpulver – für die Muckies

3 TL Aloe Vera Gel – für die Hautstraffung und Ausstrahlung

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Feldsalat im Wasserbad (Spülbecken) waschen, in der Salatschleuder trocken schleudern (Achtung Feldsalat gründlich reinigen – Erde!). Ananas köpfen, vierteln. Schale und Strunk entfernen und in Stücke schneiden. Kiwi und Banane schalen und in Stücke schneiden. Alle Zutaten in den Mixer und mit 400-700 ml Wasser auffüllen, je nach belieben der Konsistenz.

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Tolle Farbe und dank der Banane echt süss… viel spass beim nachmachen und gesund leben.

 

# 1 Rezeptblog Hafertower ganz kurz

Ich betreibe ja noch die Minimalismus Challenge in meiner Küche und heute gibt es ein geiles Frühstück mit power boost aus dem Kochbuch Vegan for youth Attila Hildmann, Apfel Hafer Tower!

Wir lieben das Rezept , mega easy Mega lecker, nachmachen ist Pflicht

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Du brauchst für 1 Tower

1 Apfel (regional Bitteschön), 1 TL Apfelsüsse (ich nehm Agavendicksaft), 1 TL Walnussöl (von Edeka)

für die Creme

60g zarte Haferflocken

80ml Hafermilch (ich nehme die Sorte Milch, die ich grade zur Hand hab)

20g Peknnüsse (da nehme ich ebenfalls die Nüsse, die ich grade zur Hand hab)

15g Apfelsüsse (ich nehm Agavendicksaft)

1 Msp. Zimt

für die Kiwisoße

1 Kiwi

10g Apfelsüsse (ich nehm Agavendicksaft)

für die Deko

10g Pekannüsse (ich nehme die Nüsse, die ich grade zur Hand habe)

2 Kiwischnitze

Los gehts

Apfel waschen, Kerngehäuse ausstechen und in schmale Scheiben schneiden. Apfelsüsse und Walnussöl vermengen und die Apfelscheiben darin marinieren.

Für die Creme

Die Nüsse hacken und dann mit den restlichen Zutaten vermengen. Abwechselnd Apfelscheibe und Hafercreme schichten, bis alle Zutaten aufgebraucht sind, mit der Creme abschließen.

Für die Soße

Kiwi schälen in grob schneiden mit Apfelsüsse zusammen pürieren. Und über den Tower geben.

Für die Deko

Nüsse grob hacken, über den Tower verteilen , Kiwischnitze oben drauf.

Fertig !!!! Gesegnete Mahlzeit ihr Lieben

Das Video dazu findet ihr auf meinem Instagram Account https://instagram.com/p/BZdKle7Hp0O/

 

Clean Eating oder Minimalismus im Kühlschrank

Nach einiger Zeit des nächtlichen Still- fress- massakers wurde es allerhöchste Zeit mich wieder der gesunden Ernährung zuzuwenden, ist ja nicht so als wäre in meinem Haus nicht genug davon zu finden.

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Zwischen einer riesigen Auswahl an diversen Trockenfrüchten (wozu brauche ich eigentlich 10 verschiedene Sorten?), den verschiedensten Körnern und sämtliche Mehlvariatonen und Gemüse.

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Zu mehr als genug verschiedene Süssungsmitteln und Smoothiezusätzen sowie Nahrungsergänzungsmitteln und leckeren Nüssen.

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Bis hin zu Getreide und Hülsenfrüchten. viel zu vielen Müslisorten, Obst, Brot und überall diese Tupperdosen. Meine Tochter meinte neulich: „Menschen die dazu neigen ihre Schränke mit Plastikdosen voll zu stellen leiden an TUPPERkolose.“ 😉

Alles cleane Lebensmittel aber viel zu viel!!!

Um das Minimalismusprojekt im ganzen Haus durchzuziehen widme ich mich jetzt dem „Reste“ Kochen, ich werde in den nächsten, spätestens 30 Tagen meine ganzen Vorräte aufbrauchen, um dann wirklich nur noch die Lebenmittel zu kaufen, die ich tätsächlich benutzte.

In meinem Kühlschrank konnte der Mimimalismus schon die Oberhand gewinnen. Er litt an Überfüllung und Verstopfung von Lebenmitteln deren Inhaltsstoffauflistung länger war als das jeweilige Lebensmittel selbst. Einige der Wörter konnte ich nicht mal aussprechen und schob sie mir dennoch in den Mund. Wie schockierend.

In der Bibel sagt Paulus zu den Korinthern (1. Korinther 6,19), das unsere Körper die Tempel des Heiligen Geistes sind.

Also schluss mit den bösen, giftigen und mega schlechten, kalorienhaltigen Lebensmitteln. Ich habe meine Familie gebeten mit mir gemeinsam 7 Tage absolut clean zu essen.

Die Basis für das von uns praktizierte Cleaneating-projekt ist das Buch Clean Eating von Dörte und Jesko Wilke

Allerdings habe ich den Zeitplan von den 21 angegeben Tagen auf unsere individuellen persönlichen Bedürfnissen angepasst. Wir werden auch weiterhin Weidemilch in den Kaffee gießen aber ich kaufe zum Beispiel keine verarbeiteten Lebenmittel mehr. Und mein Wocheneinkauf betrug grade mal 1/4 von dem was ich normalerweise ausgebe.

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Der kommende Monat wird wohl aufgrund meiner vielen vorräte ein äußert günstiger Monat, was mir absolut zu gute kommt, da unser Dänemark Urlaub vor der Tür steht.

Dank des Thermomixers mit dem Cook-key und auch diversen Onlineplattformen ist das suchen und kochen von Rezepten mit meinen Lebensmitteln überhaupt nicht mühselig oder anstrengend. Die ersten beiden Abendessen (wir essen immer abends als Familie gemeinsam warmes Essen), waren total lecker, mein Mann der „Fleisch als sein Gemüse bezeichnet“, war auch sehr angetan und machte mir komplimente über meine Kochkünste. Sonst habe ich für ihn immer Fleisch extra zubereitet oder eben die ober gesunden Sachen für mich allein gekocht und wenn er versehentlich doch mal „mein“ Essen mitverspeisen musste, sprach sein Gesicht Bände :(.

Ich bin total gespannt und werde euch in 30 Tagen ein Feedback-blog verfassen. Ich bin total gespannt auf die Veränderungen sowohl optisch in meiner Küche als auch körperlich bei meiner Familie.

Ich hoffe dieser Betrag kann euch inspirieren euch neue Gedanken über Lebensmittelkonsum zu machen, die Herkunft eurer Lebensmittel zu hinterfragen, ich meine; müssen wir im Winter Erdberren aus Spanien und was weis ich woher essen, mit langen Fahrtwegen, übersät von krebserregenden Pestiziden? Oder brauchen wir Äpfel aus Neuseeland, wo Deutschland doch hervorrangende Apfelplantgen hat? Oder Tomaten auch Chilie? Ich habe dieses Jahr das erste mal Tomaten selber angepflanzt, mit vielen Anfängerfehlern (meine Ernte war klein) aber ich freue mich so auf nächstes Jahr auf viele viele Tomaten, denn dieses mal werde ich sie richtig anpflanzen. Es geht nichts über selbst gemacht!

Herzlichst Jessica