Wie mein Baby meine tägliche Zeit entschleunigt.

Es ist 22:33 Uhr und ich habe grade noch „schnell“ mein Baby gestillt…schnell?  Schnell geht nichts mehr, ich als freiheitsliebender Charaktertyp bin immer auf dem Sprung, schnell noch mal dies, schnell noch mal das und nebenbei noch mal jenes. Alles kein Problem- Mamas sind ja Multitaskingfähig.

Als unsere Tochter geboren wurde und die ersten Tage diese Geburtsmagic in der Luft lag, schien die Zeit still zu stehen, wir waren so überwältigt von dieser wunderschönen Geburt ( Beckendlage, spontan entbunden, ohne chemische Schmerzmittel- wir gingen noch am selben Tag nach Hause).

Heute ist unser kleines Wunder 5 Wochen und 5 Tage jung und hat einen erneuten Wachstumsschub, und ich konnte sie im 45 Minutentakt stillen, was für eine Herausforderung für meinen Körper, abgesehen von ihren lautstarken Untermauerung ihrer Bedürfnisse.

Die letzte Nacht war noch ziemlich vielversprechend mit einem 4 Stunden Rhythmus aber ab 10 Uhr war das vorbei. Ich wollte heute das erste Mal Brötchen holen, mein Mann macht das sonst immer aber der ist grade auf Männerbootstour mit einigen aus unserer Gemeinde.

Ich wollte einfach „schnell“ ohne langes Styling los. Ich braucht 1,5 Stunden bis mein Baby, meine große Tochter und ich aus dem Haus konnten. Das Frühstück (mittlerweile 12 Uhr) dauerte ebenfalls knapp eine Stunde. (Baby weint, wird gestillt, schläft für 5 Minuten ein, wird wach und hat wieder Hunger)

Dann wollte ich meinen Sohn zu seiner Spielverabredung, 2 Orte weiter, fahren. Bis wir los konnten verging mehr als eine halbe Stunde.

Dannach führen wir 3 Mädels noch „schnell“ einkaufen. Ich legte bei Aldi auf dem Parkplatz eine Stillpause auf der Rückbank meines Autos ein. (Gott sei dank sind meine Scheiben hinten getönt).

Zu hause angekommen, war meine Energie echt aufgebraucht und ich wollte mal eben „schnell“ duschen. Meine große Tochter kümmerte sich um die kleine Tochter während ich mein Duschprogramm in weniger als 15 Minuten durchzog, egoistischer weise habe ich mir dennoch die Beine rasiert, bin ja kein Bär. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie befreiend und erholend so eine Dusche nach 4 Tagen, ja ihr lest richtig nach 4 Tagen sein kann!!!

Nachdem ich mich nach einem erneuten stillen eincremen und fertig anziehen konnte, föhnte ich meine frisch gewaschenen, ich sag es noch mal frisch gewaschenen Haare. Als ich in den Spiegel blickte lag Zufriedenheit auf meinen Lippen deren Winkel leicht nach oben zeigten.

Ich wickelte mir mein Baby in meine Fidella FlyTai Babytrage ging in die Küche, schmiess meinen Thermomix an und kochte das Abendbrot (Kartoffelsuppe) vor.

Als das Essen fertig war führen wir los, um meinem Sohn wieder abzuholen, es war mittlerweile 18:00 Uhr. Danach brachten wir meine Tochter in die Gemeinde, die haben heute in der Jugend eine Ladies Veranstaltung mit Übernachtung.

Ich fuhr mit meinen beiden jüngeren Kindern zurück nach Hause, Gott sei dank hatte ich vorgekocht, denn kaum waren wir zu Tür rein fing mein Baby wieder an zu weinen. Wir aßen die Suppe. Ist den restlichen Brötchen vom morgen. Gegen 20:00 machte ich mein Baby Bettfein und wollte danach noch „schnell“ ihre Windelwäsche falten und die Waschlappen mit meiner selbst hergestellten Reinigungslotion tränken und in den Waschlappen Wärmebox legen. Das tat ich dann auch als mein Baby dann gegen 22 Uhr endlich schlief. Wow, während ich das hier schreibe musste ich auch mehrere Babycare pausen machen. Aber ich wollte ja nur mal eben „schnell“ einen Blogeintrag schreiben.

Bitte versteht das nicht als Beschwerde darüber das mein Baby meinen Tag bestimmt – das ist völlig richtig und gut so. Es geht mir darum das in meinen Gedanken diese „mal eben schnell“ Mentalität echt tiefe Wurzeln geschlagen hat und mir das heute bewusst wird das der Alltag in meine Babyseifennlasenwelt einkehren will. Puh das überleg ich mir ob ich den hier rein lass. 😉

Es ist 23:23 und ich jetzt versuchen schlaf und Erholung zu finden es war ein sehr fordernder Tag.

herzlichst Jessica