Silhouette of Person Standing Beside Cross during Sunset

Heute möchte ich Euch meine Geschichte zu meiner jetzigen Gemeinde erzählen.

Als Backgroundinformation möchte ich noch kurz anmerken, das ich zuerst in einer charismatischen Gemeinde war, sehr laut und sehr belebt, sehr konsequent in der Predigt und dem Glaubensleben, und diese Form der „Erziehung“ hatte ich auch bitter nötig. Ich bin in dieser Gemeinde durch meine ganz persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben gekommen, habe aber aus verschiedenen Gründen die Gemeinde verlassen.

Nach einiger Zeit ohne Gemeinde und viele Stunden mit Joyce Meyer, Leo Bigger und Johannes Hertel (Mehr Konferenz) und anderen TV Pastoren, merke ich das mir die Freundschaft und Gemeinschaft mit anderen Christen fehlte.

Und ich merkte auch wie ich mich wieder von Gott entfernte und der Feind meine Gedankenwelt erneut ins schwanken brachte und meine Gedanken und Gefühle mit Versuchung und Rebellion füllte.

Es begann mir soviel Not zu machen, das ich mein ganzes Leben in Frage stellte.

Ich redete zwar noch mit Gott aber nur halbherzig, die Not wurde immer größer und ich wusste es bedeutet meinen „EWIGEN TOT“ wenn ich mich noch weiter von Gott abwandte, auch körperlich war ich in keiner guten Verfassung, ich aß kaum, rauchte mindestens 20 Zigaretten pro Tag, und trank ausschließlich Kaffee und Energy Drinks.

– Wow jetzt wo ich das schreibe bin ich wieder einmal mehr dankbar das sich mein Leben so verändert hat.

Na ja mir war auch klar das ich mich selber zu Grunde richtete, und noch was, war mir nach einer Predigt von Joyce Meyer bewusst, mein Verhalten wird auch meine Kinder zu Grunde richten, da unser heutiges Verhalten Einfluss auf die nächsten 7 Generationen hat. (2. Mose 34)

Ich selber hielt mich allerdings für völlig unfähig etwas in meinem Leben zu ändern, mir fehlte die Kraft, der Mut und auch irgendwie der Wille. Obwohl eine Grundmotivation ja vorhanden war.

Ich erinnere mich an diesen Moment, als wäre es gestern gewesen.

Ich hatte das Gefühl innerlich zu sterben, war total unglücklich mit mir und meinem Leben.

Ich saß in meinem Wintergarten auf der Poolumrandung und rauchte eine Zigarette.

In diesem Moment flehte ich zum Herrn, ich dachte die nächste Zigarette die ich rauchte würde mich töten und meine Kinder in ihrer Zukunft, 1000 Gedanken wie deren Leben gründlich zerstört werden würde, durch alle meine begangenen Sünden, schmerzte mein Herz zu tiefst und ich schrie innerlich das Gott alles in Ordnung bringen möge, was ich zerstört habe!

Jeden meiner Fehler vergibt und jeden Fluch der auf meinem Leben lastet von mir und meinen Kindern und Kindeskindern nimmt, ich bat ihn mir eine Gemeinde zu geben, in die ich mich verwurzeln konnte damit ich endlich in meine Berufung finde und mein Leben endlich einen Sinn macht.

Da sprach Gott tief in mein Herz: „Jessica ich liebe dich, ich habe einen hohen Preis für dich bezahlt, ABER bevor ich Dich auf meine Gemeinde loslassen kann, musst du aufhören mit dem Teufel gemeinsame Sache zu machen!“

Ich schaute zum Himmel, als würde ich Gott ansehen, und sagte nachdem ich einen tiefen Zug von meiner Zigarette nahm, „ich weiß nicht, was du meinst Herr“.

– Das muss echt lustig ausgesehen haben.

Im nächsten Moment wusste ich das Gott das Rauchen meinte. (Im gleichen Jahr las ich den Titusbrief Kapitel 1 und musste sehr lachen).

Ich sagte :“Ok Gott, wenn du willst das ich aufhöre zu rauchen, dann kann ich das durch dich schaffen, ich alleine schaffe das niemals, wenn ich nur ein einziges mal das Verlangen nach einer Zigarette hätte würde ich eine ganze Stange rauchen, also wenn du willst das ich nicht mehr rauche befreie mich heute, für immer von dem Verlangen danach.“

Kurz danach drückte ich meine LETZTE ZIGARETTE aus. Ich hatte seitdem nie mehr das Verlangen nach einer Zigarette und ich war absolut Nikotinsüchtig!

Ich betete weite und sagte:“Herr in welche Gemeinde soll ich gehen, zeig es mir ganz klar und lass mich dir dort dienen!“

Ein Tag später erinnerte ich mich an eine Gemeinde hier in der Stadt in der ich lebe, tags darauf rief ich im Gemeindebüro an, denn ich wollte mich erkundigen was es dort für Angebote für meine Kinder und mich gab.

Den Freitag darauf ging ich mit meiner Teeanger Tochter in den Jugendgottesdienst.

Und dachte damals das ich in der Jugend mitarbeiten soll, dem war aber nicht so.

Nach dem dritten Freitag ging ich dann auch zusätzlich Sonntag in den regulären Gottesdienst.

Ich erinnere mich noch an die Worte in der Predigt die mich berührt haben, der damalige Pastor sprach von Freiheit, wie hoch der Preis dafür war und wie sehr wir geliebt sind.

Alles in mir schrie „Amen“, „Halleluja“, „preach it“,“mehr davon“… ich blickte mich um, niemand schien das selbe zu denken und zu fühlen.

Ich ging völlig enttäuscht nach Hause, das konnten doch keine echten Christen sein! Ich meine „der Pastor redet von Freiheit und keiner flippt aus“. Die waren doch alle innerlich tot.

Ich ging ins Gebet und wollte mich bei Gott grade beschweren:“Gott meinst du das echt? Soll ich zu denen in die Gemeinde? Was soll ich denn da?“, und Gott unterbrach mich mit einem lauten „JA“.

Ok Chef, wider willens ging ich Sonntag für Sonntag in den Gottesdienst!

Wie vorverurteilend ich doch war, und das ich mir einbildete nur meine Art der Anbetung sei die einzig richtige. Ich bin Gott sehr dankbar das ich durch meine Gemeinde gelernt habe, wie verschieden Anbetung sein kann, wie unterschiedlich die Beziehungen mit Gott aussehen, und am meisten bin ich begeistert von den ganzen wunderbaren Geschichten die ich nun nach 2,5 Jahren aktiven Gemeindeleben kenne.

Heute ist es meine Heimatgemeinde, mit Menschen die ich sehr Liebe und schätze, mit Pastoren die Freunde und Vorbilder sind, mit Leitern die ganz besonders und mit viel Geduld die Gemeinde führen, mit vielen kleinen Grüppchen die offen sind für neue Menschen, Menschen die bereit sind einander jederzeit zu helfen, die ihren Blick auf Jesus haben und in ihrem Leben mit ihm vorwärts gehen.

Ein Ort an dem Kinder, Kinder sein dürfen, egal mit welcher Prägung sie kommen, und wo jeder Mensch willkommen ist wird wie er ist.

Und auch wenn manche Beziehung sich verändert haben, ich mit manchen Menschen nicht mehr so nah bin, wie ich es mal war, oder ich mit einigen einfach unterschiedlicher Meinung bin, und bei weitem nicht immer alles perfekt abläuft in der Gemeinde, ist es ein Ort an dem Jesus in der Atmophäre spürbar ist, an dem Menschen gesund werden, und von ihren seelischen, geistigen und auch körperlichen Leiden geheilt werden. Ein Ort an dem du sein kannst wer du bist, mit all deinen Fehlern und Schwächen.

Ich habe gelernt wie unterschiedlich Gott uns gemacht hat und das er uns genauso wie wir sind gebrauchen kann!

Am meisten bin ich dankbar für jede der Frauen, denen Gott mich an die Seite gestellt hat, sie auf ihren Weg in ihr neues Leben mit Gott zu begleiten, sie zu fördern und sie beim Wachstum zu unterstützen.

Für meine Berufung, meine sinnvolle Aufgabe in Gottes Reich!

 

Be blessed

Jessica

Link zum Aufruf der Blogparade #gemeinsamglauben – Was bedeutet mir (m)eine Gemeinde?

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