ausleuchtung, beleuchtung, dunkel

Wege aus der Kritikfalle, bist du ein Kritik Troll?

Wir leben in einer Welt in der es völlig normal ist, alles und jeden ständig zu bewerten. Unser Gehirn macht das ganz automatisch.

Und in den sozialen Netzwerken ist es selbstverständlich, auf Postings mit einem Like oder einem Dislike zu reagieren.

Wir meinen, dass sobald etwas öffentlich zur Schau gestellt ist, könnten wir unser Statement ungefragt darunter schreiben. Egal ob es konstruktiv oder destruktiv ist. Die Anonymität des Internets gibt uns im Zweifelsfall Rückendeckung. Denn das man den Kritisierten auf der Straße begegnet und es zu einer Konfrontation kommt, passiert in den seltensten Fällen.

Wie entsteht also diese „Troll Kritik“ in den Netzwerken? Was steckt da eigentlich hinter?

Ich habe viel darüber nachgedacht und auch für diesen Post viel gebetet.

Destruktive Kritik entsteht immer aus dem eigenen Minderwert heraus.

Im Netz wird diese Form der Kritik als „Hate“ bezeichnet. Krasses Wort oder? Hate bedeutet auf Deutsch Hass! Manche nennen diese Form der Kritiker auch Neider.

Ich persönlich bin ganz schön schockiert, was ich so unter manchen Postings von Christen für Kommentare von Christen in christlichen Gruppen lese!

Also nochmal zurück zu der Sache mit dem Minderwert: Wir Menschen haben alle das Grundbedürfnis nach Sicherheit und Bedeutung (laut Alfred Adler). Diese beiden Elemente bestimmen unseren persönlichen Wert oder auch Selbstwert.

In der Welt sind die höchsten Bedürfnisse, die befriedigt werden können, Macht und Lust. Die Gegenspieler sind Gewalt und Unmoral!

Die Bibel sagt in Genesis 2,18 „es ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist“, deshalb gab Gott uns das Gemeinschaftsgefühl.

Immerhin sind wir alle die Braut Christi. Da braucht es viel Gemeinschaftsgefühl, um ein Leib zu sein.

In einer Gemeinschaft ist die Gleichwertigkeit das Bestreben Aller für ein Gemeinschaftsgefühl zu sorgen.

Die Bibel bestätigt das. Sie sagt, dass wir vor Gott alle gleich sind. (vgl. Römer 2,1-16)

Ein Pastor predigte einmal von der Kanzel so simpel und einleuchtend: „Egal was du als Erlöster tust, bei Gott sammelst du keine Pluspunkte!“

Wenn wir also alle gleichwertig sind und unser Selbstwertgefühl intakt ist, gibt es doch keinen Platz für Destruktivität oder?

Wenn wir als Christen unseren Wert von Gott annehmen und daraus unsere Bedeutung und unsere Sicherheit bekommen, sind wir als Christen alle gleichwertig.

Aber genau hier kommt der Feind ins Spiel. Er richtet unser Augenmerk auf, „sieh was der andere hat und du nicht“, oder versteckt sich mit Sätzen, wie „der hat total unrecht und du weißt es besser“.

Und schon sind wir aus dem Gleichwert gefallen. Zack so schnell geht das!

Das einzige, was uns jetzt davon abhält zu einem „Kritik Troll“ zu werden, ist eine innere Stabilität. Diese können wir erlangen, indem wir uns auf Christus besinnen.

Selbst wenn der andere etwas hat, das du nicht hast, gab Gott dir etwas Geniales, das der andere nicht besitzt – du bist einmalig mit all deinen Schwächen und Stärken – Gott hat dich gemacht und Er macht keine Fehler.

Selbst wenn der andere Unrecht hat und du es besser weißt, kannst du dir sicher sein, dass Jesus ihn liebt, genauso sehr wie Er dich liebt. Dann kannst du den anderen mit Liebe im Herzen korrigieren!

Ganz schlimm ist es, wenn wir diese Form der destruktiven Kritik in unserem Lebensstil verankert haben. Wenn wir so sehr nach etwas suchen, was wir kritisieren können, nur damit wir nicht mehr im Minderwert sind und das Gefühl vom vermeintlichen Gleichwert wieder hergestellt haben.

Eigentlich haben wir mit unserer destruktiven Kritik nur versucht den anderen in den Minderwert zu stürzen.

Dabei verpassen wir die ganzen schönen Dinge um uns herum und wir riskieren den Heiligen Geist zu betrüben. Daraus resultiert, dass wir als Christen für die Welt nicht mehr attraktiv genug sind. Dies wiederum führt dazu, dass die Menschen nicht nach Jesus suchen, sondern nach Macht und Lust streben mit allen Mitteln.

Erkennst du darin ein Muster? Erkennst du vielleicht dich selbst wieder?

Meine Mutter ist eine kritiksüchtige Person. Durch ihre Destruktivität mir gegenüber, wurde ich auch eine kritiksüchtige Person, denn ich fühlte mich ungeliebt, unsicher und bedeutungslos. Also blieb meiner Seele, um in den vermeintlichen Gleichwert zu kommen, nichts anderes übrig, als alles und jeden um mich herum, den es scheinbar „besser“ ging, zu kritisieren.

Ich war ein richtiger „Kritik Troll“!

Bis ich im Zuge meiner Ausbildung zum Coach genau über dieses Thema stolperte und begriff was ich meinem Ehemann, meinen Kindern, meinem Brüdern und Schwestern im Herrn, meinem Umfeld und vor allem mir selber damit angetan hatte.

Versteht mich nicht falsch: Es ist gut die Dinge zu hinterfragen, die uns vor die Nase gehalten werden. Kritik ist unter gesunden Umständen etwas überaus Gewinnbringendes, aber nur konstruktive Kritik ist es, die Wachstum fördert!

Vielleicht als kleine Faustregel um kein Kritik Troll mehr zu sein:

  • Prüfe, ob der Kritisierte einen Nutzen aus deiner Kritik ziehen kann!

Wenn die Person einen Nutzen daraus erzielen kann, ist es gut zu sagen, was du zu sagen hast.

  • Prüfe, ob deine Kritik aus einem negativen Gefühl heraus entsteht!

Wenn ein negatives Gefühl der Grundstein deiner Kritik ist, solltest du vielleicht warten bis das Gefühl vorüber ist und dich dann fragen, ob die Kritik noch notwendig ist.

  • Prüfe, ob du dich kritisiert fühlst durch das, was der andere gesagt oder getan hat!

Wenn du dich kritisiert fühlst durch das, was eine andere Person sagt oder tut, solltest du prüfen wo das Gefühl herkommt. Es ist der eigene Minderwert der da spricht. Vielleicht etwas das du dir selber nicht vergeben kannst oder das du dir selber Recht zusprechen musst.

Versuche deine Kritik immer nur auf die Sache und nicht auf die Person zu richten. Leider gelingt uns das nicht so gut, die Sache und die Person zu trennen.

Ich möchte beten:

Herr ich bitte dich, hilf uns aus der Kritikfalle heraus. Hilf uns einander nur noch in Liebe zu kritisieren und einander zu erbauen und nicht zu zerstören. Komme mit deinem Heiligen Geist in unsere Mitte und zeige uns, wo unsere eigene Verletztheit dazu führt, dass wir andere verletzten. Amen

Hier möchte ich euch ein Video zum Thema „Kritik Troll“ von meinem Blogger – Kollegen easyfish auf Youtube vorstellen.

Wenn Du ein siegreiches Leben führen möchtest und Du Dir in allen Bereichen in Deinem Leben Zufriedenheit und Wachstum wünscht, dann habe ich das passende für Dich! Der siegreich leben online Kongress2018- der online Kongress für Christinnen!