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Konsumwahn – wenn Besitz zum Götzen werden!

In unserer heutigen Gesellschaft sind wir durch den medialen Einfluss zu Konsumenten herangezüchtet. Diese Manipulation beginnt schon im Kleinkindalter. Merchandise Artikel von bekannten Kinderfilmen und Kino Kassenschlagern springen unsere Kinder aus den Regalen sämtlicher Handelsartikel an.

Beginnend bei Stofftieren/ Spielzeug/ Kleidung über Babyzubehör/ Haushalts- und Hygieneartikeln bis hin zu Lebensmitteln.

Und Eltern spielen dieses Konsumspiel aus Überzeugung mit!

„Nur das Neuste und Beste für mein Kind“ haben sich viele von ihnen auf die Fahne geschrieben!

Angesichts der Tatsache das die meisten dieser Artikel in Ländern hergestellt werden in denen die Giftstoffrichtlinien einen viel schlechteren Standard voraussetzen als die hier in Deutschland hergestellte Artikel, sollten wir uns darüber hinaus mal genau anschauen was wir unseren Kindern, den Konsumenten der ersten Stunde, vorleben und beibringen.

Der Kreislauf in dem wir verblendet leben ist folgernder:

Mama und Papa gehen arbeiten, das Kind kommt in eine Einrichtung (Krippe, Kita und Ähnlichem) um dort gegen Geld betreut zu werden, welches die Eltern verdienen – Die Eltern bekommen aufgrund dessen ein schlechtes Gewissen und kaufen ihren Kinder aus „Liebe und Entschädigung“ all das Zeug das sie nicht brauchen und das sie zusätzlich auch noch krank machen könnte (Plastik, Weichmacher, Farbstoffe und Co.) – und um sich das leisten zu können gehen die Eltern weiterhin brav zur Arbeit!

Kurze Anmerkung, ich spreche hier nicht über die Standards wie Rechnungen bezahlen und Lebensmittel kaufen sondern über den Konsumwahn den die Gesellschaft Tag täglich betreibt.

Neulich stand ich in einer Drogerie in der Babyabteilung um für mein zahnendes Baby eine Veilchenwurzel zu kaufen und sah folgendes Szenario:

Ein Mutter stand mit ihrer, vielleicht 2,5- 3 Jährigen Tochter vor dem Schnuller Regal.

(Was für eine unüberschaubare Auswahl an Schnullern es doch gibt).

Das Mädchen hatte einen Schnuller im Mund und die Mutter wollte ihr scheinbar noch einen neuen Schnuller dazu kaufen. Das Kind zeigte weder Interesse an einen der, von der Mutter ausgewählten Schnuller, noch war sie motiviert sich einen davon auszusuchen. Die Mutter wurde in ihrem Ton dem Kind gegenüber langsam ungehalten und forderte es mehrfach auf sich endlich zu entscheiden, das Kind begann zu quengeln und die Mutter wurde immer gereizter, sie schimpfte ihr Kind regelrecht an, nahm dann die Schnuller und das Kind und ging Richtung Kasse.

Dieses Szenario ist leider kein Einzelfall, mir begegnen ähnliche Situationen auch oft vor dem Süßigkeitenregalen und den SB Brötchen Boxen.

Vor ca. 2 Wochen verließ eine Mutter mit ihrer Tochter sogar einen Bäcker weil das Kind sich nicht entscheiden konnte mit den Worten zu der Verkäuferin „Dann fahren wir jetzt zu einem anderen Bäcker“.

Was passiert hier mit uns als autoritären Eltern und mit unseren Kindern? Wie wird der Konsum genutzt um Familien und Erziehung zu zerstören?

Und was ist mit uns als Christen?

Wir investieren unsere Zeit, in die Arbeit für den Mammon um ihn dann in die Wirtschaft zu geben. Statt den Mammon für das Reich Gottes und für uns zu investieren. (Über den 10ten hinaus).

Was für ein Teufelskreis zeichnet sich auch hier, wie oben schon beschrieben ab?

Wir kaufen Dinge die wir uns nicht wirklich leisten können und die wir nicht brauchen um Leute zu beeindrucken die wir nicht mögen oder nicht mal kennen.

Durch teure Häuser, Autos, Kleidung, Schönheitsop`s und Ähnlichem versuchen wir uns einen Wert zu geben der durch die Medien und den Mammon definiert wird.

Und doch macht uns all das weder wertvoller noch glücklicher oder zufriedener. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, denn wir glauben immer mehr zu brauchen, denn es gibt immer jemanden der mehr besitzt als wir und sobald uns das bewusst wird, fühlen wir uns im Minderwert und kaufen noch was größeres, höheres, teureres oder besseres dazu.

Die Wahrheit ist das zu viel Besitz uns total blockiert. Abgesehen von der Zeit die wir in das verdienen des Mammon investieren, verlieren wir auch viel Zeit für das Suchen und Finden der Dinge die wir scheinbar brauchen, sowie das Heranschaffen und das Pflegen der Dinge und wenn wir dann wieder etwas Neues brauchen, benötigen wir wieder Zeit um das was wir schon besitzen wieder zu verkaufen. Und das mit Wertverlust.

Als ich noch total in dem Hamsterrad aus „Geld verdienen, Sachen kaufen und Besitz anhäufen“ gefangen war, las ich ein Buch von William MacDonald – Wahre Jüngerschaft* der Inhalt des Buches schmeckte mir gar nicht. Und ich wollte nicht glauben das ein wahrer Jünger nicht in einer luxuriösen Komfortzone leben sollte. Aber heute, 2 Jahre später ist ein Satz in meinem Bewusstsein sehr laut und präsent und sinnvoll …verkaufe alles und folge mir nach…

Der Vers steht in Markus 10,21

„Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib`s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.“ Lutherbibel 1912

Hier geht es um den reichen jungen Mann, der Jesus fragt was er tun muss um in den Himmel zu kommen.

Natürlich ist das kein Aufruf an alle Christen ihr ganzes Hab und Gut zu verkaufen, aber wir sollten und dringend prüfen ob unser Besitz nicht einen zu großes Platz in unserem Herzen hat und zu unserem Götze geworden ist!

Der reiche Mann hat sein Herz an seinem Besitz gehaftet, denn die Geschichte geht so aus: Vers 22 „Er (der reiche Mann) aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.“

Lieber geht dieser Mann nicht in das Himmelreich als seinen Besitz zu verkaufen?!

An diesem Beispiel sieht man klar und deutlich das Besitz tatsächlich ein Götze (vergöttert) werden kann.

Zurück zu uns ins heute, hier und jetzt.

Was Leben wir durch unser Konsumverhalten unseren Kindern vor? Sind wir bereit unser Geld Gott zur Verfügung zu stellen und damit anderen Menschen selbstlos zu helfen? Verbringen wir unsere Zeit mit unseren Familien und damit für andere Menschen da zu sein? Sind wir bereit zu verzichten damit andere etwas haben können?

Der Herr möge uns Offenbarung schenken über unsere Herzenshaltung.

„Sammelt keine Reichtümer auf der Erde an, wo Motten oder Rost sie zerfressen oder Diebe einbrechen und sie stehlen können. Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo sie weder von Motten noch vom Rost zerfressen werden und vor Dieben sicher sind. Denn wo dein Reichtum ist, da wird dein Herz sein. Matthäus 6, 19-21

Empfehlenswertes zum Lesen Minimalismus im Kinderzimmer von Slowmami

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